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Belle & Sebastian
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DER FILM


Dort wo die schneebedeckten Berge bis in den Himmel ragen und die Natur unberührt ist, spielt die berührende Geschichte einer unzertrennlichen Freundschaft zwischen einem wilden Hund und einem kleinen Jungen: Es ist die Geschichte von Belle und Sebastian.

Die Bewohner des idyllischen Bergdorfs in den französischen Alpen sind in heller Aufregung, denn ein riesiger Hund soll sein Unwesen treiben und wildern. Während ihn alle für eine Bestie halten und Jagd auf ihn machen, sieht der kleine Waisenjunge Sebastian das gefürchtete Tier mit anderen Augen - der kleine Einzelgänger und sein tierischer Freund Belle werden schnell zu Vertrauten, die nichts mehr trennen kann. Das Versteckspiel der beiden vor der aufgebrachten Dorfgemeinschaft ist dabei aber nur der Anfang eines großen Abenteuers, dem sich die ungleichen Gefährten gemeinsam stellen müssen...

SPIEL & SPASS



DAS BUCH ZUM FILM




Texte:
Nicolas Vanier

Fotografien:
Eric Travers

Gebunden mit
Schutzumschlag

320 Seiten
Mit 200 farbigen
Abbildungen


  • CAST:



    Sebastian: Félix Bossuet

    César: Tchéky Karyo

    Angélina: Margaux Chatelier

    Doktor Guillaume: Dimitri Storoge

    Leutnant Peter: Andreas Pietschmann

    Bürgermeister: Urbain Cancelier

    André: Mehdi



    CREW:



    Regie: Nicolas Vanier

    Drehbuch, Adaption, Dialoge: Juliette Sales, Fabien Suarez und Nicolas Vanier

    Regieassistent: Olivier Horlait

    Produktionsleiter: Philippe Gautier

    Aufnahmeleiter: Benoît Charrié

    Chefkameramann: Éric Guichard

    Kameramann der Tieraufnahmen: Laurent Charbonnier

    Ton: Emmanuel Hachette

    Kostüme: Adélaïde Gosselin

    Szenenbild: Sébastian Birchler

    Tiertrainer: Andrew Simpson

    Standfotograf: Éric Travers

    Produktion: Radar Films: Clément Miserez, Matthieu Warter

    Épithète Films: Frédéric Brillion, Gilles Legrand

    Produktion und Verleih Frankreich: Gaumont

    Verleih Deutschland: Ascot Elite Filmverleih

CAST & CREW





Sebastian (Félix Bossuet)
César (Tchéky Karyo)
André (Mehdi)
Nicolas Vanier (Regie)
  • Sebastian (Félix Bossuet)


    Wie hat dieses Abenteuer für Dich angefangen?
    Meine Mutter hatte für das Casting ein Foto von mir verschickt. Ich wusste aber, dass sich noch viele andere Kinder bewerben würden. Danach wollte man sich mit mir treffen und erklärte mir am Telefon, dass ich einen Text zu lesen hätte. Ich bin dann also zum Casting, habe gelesen und es gab viele Hunde um mich herum, aber nicht die Hunde, die im Film spielen. Später wurde ich erneut angerufen und sollte mit den echten Hunden noch einmal vorsprechen. Und dann an einem Tag als ich beim Arzt war, rief mich Nicolas Vanier an. Er sagte mir, dass er mich ausgesucht hatte, Sebastian zu spielen.



    Wie gefiel Dir die Geschichte?
    Sie gefiel mir sehr gut und ich glaubte, das würde bestimmt angenehm, das zu machen. Ich hatte aber schon ein wenig Angst vor den Szenen mit den Hunden. Ich sagte mir, Sebastian macht schon schwierige Situationen durch, wenn er beispielsweise im Gebirgsbach badet. Aber ich war dazu bereit, es ihm nachzumachen.

    Kannst Du uns erzählen, wie Du mit den Hunden klargekommen bist?
    Zu Beginn habe ich Szenen mit den Hunden geprobt, die man nicht im Film sieht. Danach habe ich mit den richtigen Hunden gespielt, weil wir ja trainieren mussten. Ich hab mich dann auch von ihnen ablecken lassen, danach durfte ich sie auch streicheln. Am Set gab es Hundetrainer und insgesamt drei Hunde.

    Kannst Du uns etwas über Sebastian erzählen?
    Für mich ist Sebastian ein kleiner Waisenjunge, der keinen Papa und keine Mama hat. Er trifft auf einen Hund und hat am Anfang Angst. Dann gelingt es ihm, den Hund zu zähmen. Dieses Kind ist oft alleine in den Bergen unterwegs. Er ist ganz schön mutig, auch wenn er von César, seinem nicht echten Großvater, Angelina und dem Doktor Guillaume umgeben ist.

    Wie verliefen die Dreharbeiten mit Nicolas?
    Ich musste die Szenen meistens mit dem Text proben. Manchmal änderte ich die Dialoge und er war einverstanden. Danach hatte ich Pausen. Das Ganze hat ein Jahr gedauert und ging über drei Jahreszeiten: Sommer, Herbst und Winter. Das Schwierigste war der Winter, weil es sehr kalt war.

    Hast Du dich mit den anderen Schauspielern gut verstanden?
    Manchmal gaben Sie mir Ratschläge. Mehdi gab mir den Tip, meinem Spielpartner nicht nicht zu direkt in die Augen, sondern etwas zur Seite zu schauen. Dann sieht man das Weiße im Auge nicht so. Zwei oder dreimal habe ich auf seinen Rat gehört. Und Tchéky erklärte mir, dass es besser sei, wenn ich nicht weinen könne, gar nicht zu weinen, anstatt es zu erzwingen.

    Wie hat Dir der Film gefallen?
    Er hat mir sehr gefallen und manchmal war ich auch gerührt. Es war aber komisch, mich auf der Leinwand zu sehen, zumal es ja das erste Mal war. Ich habe schon Lust weiter zu spielen, aber wenn ich es nicht schaffe, Schauspieler zu werden, möchte ich Arzt werden.

  • César (Tchéky Karyo)


    Wie haben Sie reagiert, als man Ihnen diese Rolle anbot?
    Zunächst dachte ich mir „Was? Ich ein junger Mann, der 30 Jahre alt ist, soll einen Großvater spielen?" Aber ich spürte schnell, dass diese Rolle gerade zum richtigen Zeitpunkt kam. Ich bin ja selber Großvater. Mein Enkel ist so alt wie Sebastian. Mir wurde bewusst, dass es an der Zeit war, solche Rollen zu akzeptieren. Es war außerdem eine schöne Gelegenheit, einer Kultserie der 60er Jahre eine Hommage zu erweisen.





    Was hat Ihnen am Drehbuch am meisten gefallen und Sie berührt?
    Was mich am meisten berührte war, dass man alles durch den Blick eines Kindes sieht. Natürlich gefiel mir auch meine Figur. César verspürt eine Zuneigung zu diesem Jungen. Er drückt das weniger durch Gesten aus. Er nimmt ihn unter seine Fittiche oder wirft ihm einen liebevollen Blick zu. Erziehung hat für César etwas mit der Beherrschung der Umwelt zu tun, mit dem Erlernen von Respekt. Man liebt die Berge, weil sie schön sind und man respektiert sie, weil sie auch gefährlich sein können. Ich war auch davon überzeugt, dass Nicolas Vanier eine Harmonie zu den Bergen schaffen wird.

    Wie haben Sie die Dreharbeiten in den Bergen erlebt?
    Ich fand es großartig, dass Nicolas in Frankreich gedreht hat und man so die Region der „Haute-Maurienne“ entdecken kann. Ich kam erstmals in diese Gegend als ich 7 oder 8 Jahre alt war. Mein Vater und ich halfen damals den Einwohnern, Mauern wieder aufzubauen. Ich habe herrliche Erinnerungen an diese Zeit meiner Kindheit. Wenn man jung ist, fühlt man sich dem Land und der Vegetation sehr viel näher und hat ein starkes Bedürfnis mit der Natur in Übereinstimmung zu sein. Ich finde der Film stellt dieses Gefühl sehr schön wieder her. Und doch ist es ganz schön anstrengend durch den Schnee zu laufen oder bei minus 25 Grad bis zu den Knien im Schnee zu versinken. Aber das trägt dazu bei die Figur zu erfassen, die man zu spielen hat. Die Natur löst etwas in uns aus und gibt uns auch in gewisser Weise Regieanweisungen. Genau deshalb musste Nicolas auch mitten in den Bergen drehen.

    Wie haben Sie ihre Figur gesehen?
    Ich habe versucht, so natürlich wie möglich zu bleiben, um auch diese Momente des Schweigens auszufüllen. César redet ja nicht viel und bleibt sehr zurückhaltend. Also wollte ich ihn mit einer Schlichtheit und Ernsthaftigkeit verkörpern und vertraute dabei auf den Blick des Regisseurs.

    Und was fällt Ihnen zu Félix ein?
    Das ist ein kleiner, genialer Junge, der mich an eine Manga-Figur erinnerte. Seine Eltern kommen aus der Welt des Show Business. So ist er in dieser künstlerischen Umgebung aufgewachsen. Ich habe immer gerne mit Kindern oder auch Tieren gespielt, auch wenn beide diesen Ruf haben, schwierig zu sein. Das Verhältnis zu ihnen, zwingt dich, instinktiv, spontan und vor allem immer aufmerksam zu bleiben. Mir gefiel diese Beziehung zu Félix, die ehrlich und ohne Hintergedanken ist. Nur so funktioniert auch César als Figur. Er hat mich „gezähmt“ und umgekehrt.

    Warum hat César wie alle Dorfbewohnen solche starken Bedenken was „die Bestie“ betrifft?
    Er ist sich eigentlich nicht sicher. Aber da mehrere Schafe getötet wurden und man keine Wölfe sieht, zweifelt er an den Worten des Kleinen. Als er damit droht, die Hündin zu töten und sich Sebastian ihm in den Weg stellt, wird er in seinen Auffassungen erschüttert. Er versteht dann endlich, dass der Junge und Belle sich in einer perfekten Osmose befinden. Mir gefiel es sehr, dass es hier das Kind ist, das César eine Lektion erteilt. Auch in DER BÄR war es ja das Tier, das dem Menschen etwas beibringt.

    Was haben Sie empfunden, als Sie den Film sahen?
    Der Film ist bewegend, ohne rührselig zu sein. Auch wenn er sich an ein breites Publikum richtet, verzichtet er auf Pathos. Wenn man BELLE & SEBASTIAN sieht, wird man wieder zu einem Kind, weil sich der Film ja durch den kindlichen Blick erschließt. Das hat mich auch deshalb so beeindruckt, weil ich ja in den 50er Jahren aufgewachsen bin und die Umgebung in diesem Film fast die gleiche ist wie die meiner Kindheit.

  • André (Mehdi)


    Das Abenteuer mit Belle und Sebastian begann, als sie noch ein kleiner Junge waren...
    So ist es. Ich spielte Sebastian in der Originalserie, die meine Mutter Cécile Aubry geschrieben hatte. Sie hatte damals durch die Fernsehserie „Poly“ auf sich aufmerksam gemacht. Das führte dazu, dass Gaumont in den 60er Jahren „Belle und Sebastian“ als Fernsehserie produzierte. Das gleichnamige Buch existierte bereits. Seit 50 Jahren bin ich ein Teil der Filmwelt, auch als Schauspieler und ich gebe zu, dass ich sehr gerührt war, als man mir vorschlug, in diesem Film zu spielen.





    Wie verlief denn beim Dreh die Szene mit Félix?
    Wir haben uns nur sehr wenig gesehen und hatten so nicht wirklich die Zeit, um uns näherzukommen. Aber in dieser kleinen, gemeinsamen Szene hatte ich das Gefühl, die Zeit zurückzudrehen. Es war, als würde ich mich wieder sehen, wie ich damals war. Félix ist sehr zurückhaltend, ja richtig schüchtern. So war es ziemlich schwer, mit ihm vertrauter zu werden.

    Als Sie den Film sahen, haben Sie sich da als Sebastian wiedererkannt?
    Als kleiner Junge war ich ganz anders als Félix. Auch wenn sich der Film an die Serie anlehnt, so ist der Ton doch ein ganz anderer. Dennoch kamen gewisse Erinnerungen wieder hoch, wie die Kälte, die Berge und der Schnee...

    Wie haben Sie reagiert, als Sie den Film gesehen haben?
    Am meisten fiel mir die Schönheit der Bilder auf. Nicolas vermag es, die Natur, ihre Farben und die Materie auf eine unerreichte Art einzufangen. Ich fand das Licht des Winters wunderbar. Was die Schauspieler betrifft, so spielen sie alle mit einer großen Genauigkeit. Vor allem Andreas Pietschmann spielt seine Figur des Deutschen nie wie eine Karikatur. Dieser Leutnant Peter hat sogar etwas Sympathisches. Das macht ihn nur noch beunruhigender. Tchéky Karyo ist großartig in dieser Charakterstudie. Und wie so viele war ich sehr von Margaux Chatelier beeindruckt. Sie verkörpert Angelina als eine Frau voller überwältigender Emotionen und Kraft. Ohne Dimitri Storoge zu vergessen, der den Arzt und Widerstandskämpfer zurückgenommen und entschlossen spielt.

  • Nicolas Vanier (Regie):


    Welche Erinnerungen haben Sie an die Fernsehserie?
    Als kleiner Junge war ich total süchtig nach dieser Serie. Man muss dazu sagen, dass ich mich damals schon für Tiere, die Natur und Berge begeisterte. Daher hat sich diese Serie in meiner Erinnerung festgesetzt. Das ist jetzt nicht unbedeutend, weil ich mich dann als Erwachsener völlig Hunden und der Natur widmete. Als man mir dann dieses Projekt anbot, war ich fast eingeschüchtert wegen dieser starken Erinnerungen, die ich noch hatte. Für mich war das keine gewöhnliche TV-Serie, sondern eine lange Reihe von Geschichten, von denen eine aufregender war als die Andere. So empfand ich die Neuverfilmung es als eine echte Herausforderung. Das war mir recht, auch wenn es mir ein wenig Angst machte. In mir bleiben so starke und nachhaltige Emotionen zurück, die „Belle und Sebastian“ einst in mir ausgelöst hatten. So spürte ich den Druck, daraus einen erfolgreichen Kinofilm machen zu müssen. Der musste sich natürlich von der Fernsehserie unterscheiden und doch der Geschichte, den Figuren und ihrer Welt treu bleiben.

    War es ihr Wunsch, den Figuren der TV Serie treu zu bleiben?
    Ich sah mir die Serie noch einmal an, bewaffnet mit einem kleinen Heft und Stift. Sobald mir etwas wichtig erschien, sei es eine Figur oder ein Ort, schrieb ich es auf. So konnte ich alles, was mir für diese Adaption notwendig erschien, im Gedächtnis behalten. Mir war es lieber, die Folgen nur einmal zu sehen, damit ich danach wieder eine Distanz zur Originalgeschichte finden konnte. Danach ging ich die etwa 30 Punkte einzeln durch, die unbedingt im Film dabei sein mussten.

    Belle & Sebastian ist auch die Geschichte eines Lernprozesses
    Ja, denn obwohl mir dir Geschichte sehr am Herzen lag, wollte ich diesmal eine wirkliche Spielhandlung inszenieren, mehr noch als bei meinen früheren Filmen, die doch eher dem Dokumentarfilm nahe kamen. Ebenso wie ich mich vom Verfassen von Reisegeschichten zum Schreiben von Romanen entwickelt habe, möchte ich heute fiktionale Geschichten erzählen mit Charakteren, die sich entwickeln und einen Weg zurücklegen. Ich habe auch den Wunsch, etwas über mein Land, über Frankreich zu erzählen, weil es ein Land ist, das ich liebe, auch wenn ich viele Jahre im Ausland verbrachte. Aus all diesen genannten Gründen habe ich mich so stark in dieses Projekt eingebracht und dem Schreiben und der Regie eine so große Bedeutung beigemessen. Es sollte nie zu einer Karikatur werden.

    Ihnen ist ein sehr schönes Porträt der Savoyarden gelungen, die große Schweiger sind...
    Ich wollte eine Welt zeigen, die ich gut kenne, weil ich einen großen Teil meines Lebens mit Bergbewohnern verbrachte, die den Einwohnern des Großen Nordens ähneln. Das sind Menschen die wenig reden, aber handeln. Ich erinnere mich an einen alten Jäger von Gämsen, der praktisch nie ein Wort sagte. Er liebte die Berge und führte mich in seine Welt ein, als ich 17 oder 18 Jahre alt war. Er konnte einem leicht „autistisch“ erscheinen, weil er nicht in der Lage war, „Guten Tag“ oder „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Und doch verstand er es, einem Reisenden, der noch einen Weg von drei bis vier Stunden vor sich hatte, ein Stück Brot in dessen Umhängetasche zu stecken. Ich mag Leute, die eher handeln als reden. Der Stellenwert der Kommunikation heute erschreckt mich. Außerdem wollte ich das Verhältnis zwischen einem Menschen und einem Hund zeigen, das so völlig anders ist, als diese heutigen, oft verhätschelten Beziehungen, in denen man Tiere wie seine Kinder behandelt. Es erschien mir notwendig, ein gesundes Verhältnis zwischen dem Menschen und dem Tier aufzuzeigen, wo jeder an seinem angestammten Platz bleibt.

    Was waren die größten Herausforderungen beim Dreh?
    Nichts erschien mir unüberwindbar, weder die Dreharbeiten in den Bergen, noch die Anwesenheit des Hundes. Das Schwierigste bestand darin, ein Kind zu führen. Ein Großteil des Films baut ja darauf auf, dass der Junge in der Lage ist, dieses Abenteuer ganz zu erleben. Auch wenn ich zuversichtlich war, blieb ich vorsichtig, weil ich mir dessen bewusst bin, dass mit 7 Jahren alles möglich ist. Die wirklich große Überraschung bestand darin, dass Félix verstand, was ich verlangte, ohne jemals zu „überspielen“. Er machte treffende Vorschläge und blieb in seinem Spiel immer subtil. Das gab uns allen am Set eine wunderbare Kraft. Weil neben den Qualitäten des Drehbuchs und der Regie es wirklich Félix ist, der diesen Film trägt.

    Wie haben sie den kleinen Félix gefunden?
    Wir erhielten 2.400 Bewerbungen für die Rolle von Sebastian. Die Casting-Direktorin hatte noch nie so einen Andrang gesehen. Normalerweise wollen die Leute ja das Drehbuch lesen. Aber in diesem Fall haben der Bekanntheitsgrad der Serie und mein Name ausgereicht, dass so viele Eltern uns die Fotos ihrer Kinder schickten. Bei 200 Kindern gab es eine Vorauswahl, danach gefilmte Probeaufnahmen. Ich wählte dann ein Dutzend Kinder aus, die ich mitnahm in die Gegend des Vercors, wo ich Schlittenhunde besitze. Einige Tage lang lebte ich mit diesen Kindern zusammen, beobachtete sie und lernte sie kennen. Auch als es nur noch drei mögliche Kandidaten gab, wusste ich sehr schnell, wen ich wollte. Ich habe Félix dann gegen Alle und Alles durchgesetzt, auch wenn andere auf den ersten Blick vielleicht niedlicher wirkten. Ob sie bereits gedreht hatten oder nicht, war mir egal. Ich mochte die Persönlichkeit von Félix, der ein intelligenter und mutiger Junge ist. Er kann sich aber auch verschließen wie eine Auster, wenn man sich nicht die Zeit nimmt, von ihm akzeptiert zu werden. Er besitzt etwas Verwirrendes und Seltsames. Ich erkannte darin jedoch eine Feinheit, die nur ihm gehört.

    Aber neben Félix sind auch andere Schauspieler klasse...
    Tchéky Karyo war als César einfach ein Muss. Er spielt ja oft die unsympathischen Typen. Hier wollte ich, dass er sich mit seiner Figur immer mehr zu einer Lichtgestalt entwickelt, auch wenn er einem nicht auf Anhieb sympathisch ist. Das war also eine Veränderung im Bezug auf sein Image beim breiten Publikum. Ich machte ihm sehr schnell klar, dass es bei seiner Figur keine Zweideutigkeiten geben solle: Angelina ist nicht seine Geliebte und Sebastian ist sein adoptierter „Enkel“. Margaux Chatelier (Angelina) habe ich wie auch bei Félix durchgesetzt, auch wenn es bekanntere Darstellerinnen gab. Sie verkörperte diese Figur genauso, wie ich es mir vorstellte. Schon bei den Probeaufnahmen war mir klar, dass ich mit ihr den Film machen wollte. Bei der Besetzung von Oberleutnant Peter hatten wir viel Glück. Nach einer langen, unbefriedigenden Recherche, musste ich mich in letzter Sekunde entscheiden, indem ich mir ein Video von Andreas Pietschmann auf meinem Handy ansah. Ich fand ihn großartig, und als ich ihn dann kennenlernte, hat sich mein Eindruck mehr als bestätigt.

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